die_zensur beginnt

Über den Anfang einer Marke: Das Logo

Ich studiere an einem von sechs modernen akademischen Standorten in Thüringen. Doch es gibt da etwas, bei dem die FHE alt aussieht: Wir sind die einzigen Studenten, die keine eigene Zeitung haben. Lesen wir etwa nicht, ist das Medium veraltet, interessieren uns Nachrichten nicht oder brauchen wir einfach keine kritische Reflektion? Wir denken, die FHE braucht das dringend. Deshalb bitteschön, hier eure längst überfällige Studentenzeitung die_zensur.

Das Wort Zensur ist griffig, einprägend und provokativ. Neben der Deutung als Note, spielen wir auf den Begriff Kontrolle an. Presse und Kontrolle respektive Zensur sind Antagonisten, könnte man meinen. Stimmt aber nicht ganz, denn Journalisten kontrollieren auch auf Richtigkeit. Eine andere Deutungsdimension liegt in den Silben „zen“ und „sur“, wobei erstere für Zeitung steht und letztere für Studierende, so ein bisschen Neologismus* halt. Dazu geben wir einen Artikel und voila, wir haben die „Zeitung der Studierenden“, abgekürzt Zensur (mit Augenzwinkern).

Was noch fehlte, war das Branding: Die Visualisierung. Heute sind die Kanten eines leeren (Zensur)Balkens zu sehen, mit der ausgefransten Schreibmaschinenschrift „die_zensur“ drinnen. Als ergänzenden Untertitel – der vielleicht vor unbehaglichen Assoziationen schützt, die der Begriff Zensur auslöst – haben wir uns für „Erste Studierendenzeitung der FHE“ entschieden. Das Wort Erste musste mit rein, weil es sich wie ein Siegel und Qualitätsmerkmal ausnimmt.

Die unsauber gedruckten Schreibmaschinen-Buchstaben wirken verstaubt, aber auch eigenwillig und trotzig, vgl. Streetart. Der Unterstrich, als Symbol für digitale Medien, verhilft der guten alten Zeitungs-Courier ins Zeitalter der FH 2.0 – heraus gekommen ist ein wilder, aber klassischer Look mit einem Hauch von Moderne. Die Courier lässt sich auch mit dem Gedruckten allgemein assoziieren und das ist ein erstes Ziel, die Print-Ausgabe. Die Einarbeitung des FHE Logos finden wir als identitätsstiftendes Zeichen wichtig und die Farbe Schwarz auf Weiß steht sowieso für sich.

Die Entstehung der Zensur, so wie sie hier in ihrer ausgereiften Betaphase zu sehen ist, war ein ziemlich langwieriger Prozess: Erste Idee 2008, ersten Mitstreiter Ende 2010, Initiierung zu dritt Anfang 2011 und schließlich das erste öffentliche Treffen am 18. April 2011 um 18 Uhr im Aqua. Der Anfang ist gemacht. Feedback zum Logo und allgemein ist erwünscht, wir wären dankbar.

*Wortneuschöpfung

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