Jahresrückblick 2013 – Auf und ab für die zensur_fhe

Die Weihnachtszeit schreitet ihrem Ende entgegen, die Vorbereitungen für Silvester laufen und irgendwo zwischen diesen ganzen Terminen presst man noch irgendwelche Studiumsgeschichten, die einem die „vorlesungsfreien Tage“ zwar versemmeln, aber im Januar einige schlaflose Nächte ersparen. Wenn man studiert, können die Übergänge von Woche zu Woche und selbst Jahr zu Jahr fließend sein.

Deswegen ist es wohl angebracht, der geneigten Leserin oder dem geneigten Leser einen klaren Schnitt und eine deutliche Landmarke zu liefern: Dies soll hier in Form meines kleinen zensur_fhe-Jahresrückblicks erfolgen. Denn immerhin war 2013 ein ziemlich bewegtes Jahr für die Hochschule, wie für die zensur_fhe-Redaktion… Auch wenn nicht mal eine Ausgabe herausgesprungen ist.

Der Anfang  des Jahres 2013 war noch geprägt vom Nachklang vieler Abschiede: Anja, Thomas und Katja verließen als Gründungsmitglieder die Redaktion, um ihr Studentendasein hinter sich zu lassen und sich ihrer beruflichen Zukunft zuzuwenden. Im Wintersemester 2013 folgte ihnen dann Ingo – einer der Initiatoren der zensur_fhe – nach, der allerdings seit dem Sommersemester an seiner Masterarbeit saß und damit  – bis auf einige Besuche – auch ausfiel.

So blieben noch Tina, Benedikt und ich um die zensur_fhe weiter am Zensieren zu halten.  Schnell stellte sich heraus, dass zu dritt schwer eine Zeitung zu machen ist. Nichts desto trotz werkelten wir an Artikeln und setzten uns als Ziel, eine fünfte Ausgabe herauszubringen.

So begannen wir – wie gesagt – an verschiedenen Artikeln zu arbeiten, machten bei kaum besuchten öffentlichen Kuchendonnerstagen aller AGs in Haus 11 mit (bei denen sich zumindest die AGs näher kennen lernten), verwiesen auf einige Aktionen, boten unsere Ausgaben am Sommerfest an und fragten nach den Lieblingskneipen der Leser. Inhaltliche Artikel wurden durch verschiedene „Blutgrätschen“ die in Form von Arbeit oder Seminararbeiten bzw. Projekten immer wieder einen Redakteur so umnieteten, dass es etwas Zeit brauchte, bis er oder sie wieder der Zensur zur Verfügung stand. Neue Redaktuere, Autoren oder sonstige freie Mitarbeiter kamen weder von sich aus, noch waren sie in diesem Zustand zu rekrutieren.

Es war trotzdem nicht gelogen, als wir am 26. Juni in Facebook laut tönten: „Die nächste Ausgabe ist (endlich!) in der Mache. Ein paar Seiten freuen sich jedoch noch auf eure Anregungen und Wünsche. Also, kommentiert.“

Das ist jetzt über 6 Monate her und die magische fünfte Ausgabe ist immer noch nicht da. Was ist da los? Das Hirn denkt und alle Organe funktionieren noch, doch der Körper tut nahezu nichts. Ein Zustand den man unübertrieben als „gelähmt“ bezeichnen kann.

Als letzter verbliebener Initiator blicke ich etwas wehmütig auf diesen Zustand. Gleichzeitig fühle ich mich ungut wegen den ganzen Vertröstungen: „Die nächste Ausgabe kommt bald.“ Doch dann kam sie doch nicht. (Hier sei ein Dank an die eifrigen Nachfrager gerichtet, im StuRa, bei den Mitarbeitern, bei den Studierenden oder auch an Externe.)

Die ganzen Wirrungen und Aufregungen um die EVAG-Ticket-Urabstimmung waren für mich dann aber eine plötzliche Bestätigung, dass die Studierendenschaft eine Form der Öffentlichkeit braucht.  Insbesondere die immer wieder auftretenden Vorwürfe, der StuRa hätte nicht richtig informiert oder die Studierenden seien ein Haufen Ignoranten, die mit geschlossenen Augen durchs Leben rennen, bis sie mal irgendwo anecken, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es ein Kommunikationsproblem zwischen (!) den Studierenden gibt. Denke ich dann allerdings wieder aus zensur_fhe-Perspektive, frage ich mich, wie weit die eigene Untätigkeit daran mit schuld ist oder ob man doch nur die Summe aller Teile ist?

So ging es zu Ende, das zensierte Jahr 2013. Die Kneipentour wurde soweit abgeschlossen, dass sie nur noch auf ihre Auswertung wartet, die Artikel sind in der Mache, die EVAG-Aufregung wird sich legen, aber der Fall nicht aus der Welt sein. Das ist für die Redaktion ein Grund, weiter zu machen und zumindest den „Körper“ am Leben zu halten, damit er eingesetzt werden kann, wenn es sein muss oder er 2014 endgültig der ewigen Ruhe zugeführt wird. 2014 kann daher nur besser werden und der ein oder andere Leser kann gerne ein Teil davon sein.

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About kkundmueller

Junggeselle der Wissenschaft im Bereich Stadt- und Raumplanung, mit Tendenz Richtung "Meister". Ex-Pfadfinder (DPSG), leibhaftiger Oberfranke und Wahlthüringer. Geisteshaltung: "Ihr seid alle völlig verschieden!"; "Wir sind alle völlig verschieden!"; "Ich nicht!"; "Schhhhh" http://www.youtube.com/watch?v=rhJCQCk3sO0

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